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TORSTEN SOLIN / DOLLS / 12. Oktober – 17. November 2007
Ausstellungsansichten (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken):
Die Fotoserie DOLLS von Torsten Solin umfasst Darstellungen von attraktiven, lasziv geschminkten jungen Frauen in anmutender, ja anmachender Haltung, die ähnlich eines Federschmuckes einen Tierkörper um den Hals, zwischen den Brüsten oder um die Schulter tragen.
Die grenzenlose Schönheit dieser Geschöpfe paart sich unmittelbar mit dem schönen Schein; was an ihrer unwiderstehlichen Ausstrahlung ist real, was artifiziell verstärkt?
Solin thematisiert den Umgang mit dem heutigen Schönheitsideal, insbesondere den Drang zur illusionistischen Optimierung, den Eingriff in das Naturgeschehen. Im gleichen Zuge offenbart sich die nüchterne Unausweichlichkeit des Lebens und frustrane Realität des Daseins, nämlich die unabdingbare Konsequenz in Tod und Vergänglichkeit. Der über die Jahrhunderte immer wieder aufkeimende Vanitas-Gedanke erfährt bei Torsten Solin eine motivische Aktualisierung – die heute lieber diametral verwendeten Begriffe Eitelkeit und Nichtigkeit verschmelzen in seinen Arbeiten zu ihrem ursprünglichen Sinne.
(Text von Markus Braun-Falco, Oktober 2007)
Ausstellungseröffnung dokumentiert durch den Berliner Kunstkontakter:
www.berlinerkunstkontakter.de