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KAREN OOSTENBRINK / FÜR MARION VON WALJA / 11. Januar – 16. Februar 2008

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KAREN OOSTENBRINK / FÜR MARION VON WALJA / Januar – Februar 2008
Ausstellungsansicht 1
Ausstellungsansicht 2
Ausstellungsansicht 3
Ausstellungsansicht 4
Ausstellungsansicht 5
Ausstellungsansicht 6

(Photos: Uwe Walter)


„FÜR MARION VON WALJA“ heißt die neue Arbeit von Karen Oostenbrink. Zufällig geraten wir in den Briefwechsel zweier Mädchen in den 60iger Jahren. Die Briefe aus der Sowjetunion hebt Marion auf, bis sie 2007 in Berlin verstirbt.

Karen Oostenbrink findet ihr Material auf Flohmärkten. Verwundert folgt sie den biografischen Spuren und destilliert das Verschwundene bis eine Essenz des Geheimnisses entsteht. Im Fall von Marion Kunzmann erscheint an der Wand eine Zeichnung, Walja schickt Berge aus Kasachstan und das Video führt uns in einen leeren Raum.

Zu ihrem Abschluss an der Königlichen Kunstakademie Den Haag 2006 präsentierte Karen Oostenbrink eine Reihe von Arbeiten, die uns Rätsel aufgeben: das Foto einer Frau auf großen Steinen am Meer, fünf Lochbildkameraaufnahmen der Sonne und zwei Leuchtkästen, die ein junges Mädchens auf einem Ausflug zeigen. Im gleichen Jahr filmt sie über 24 Stunden das Bild eines Dienstmädchens aus den Jahren um 1900. Das Licht kommt und geht, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen. Alles ist jetzt.

Karen Oostenbrink nutzt ihre Medien bewußt. Sie setzt auf das Punktum des fotografischen Bildes, auf dessen Referenzcharakter und auf die dokumentarische Qualität des Videos. In der Zeichnung ergänzt sie spielerisch und fiktional die gefundenen Versatzstücke. Seltsam verloren und doch beunruhigend präsent begegnen uns Charaktere oder deren Entwurf.

(Text von Wiebke Loeper, Dez. 2007)