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Gastausstellung: LARS BJERRE / AMBLYOPIA / 13. August – 29. August 2009
AMBLYOPIE, auch bekannt als "träges Auge", ist eine Störung des visuellen Systems, die sich durch ein schlechtes oder undeutliches Sehen in einem Auge, welches sonst physisch normal ist, auszeichnet. Das Problem entsteht durch eine längerfristige Funktionsstörung der Übertragung des visuellen Bildes an das Gehirn, die entweder schlecht oder gar nicht vorhanden ist.
Amblyopie ist somit eine Störung des Gehirns und keine organische Fehlfunktion des Auges. Betroffene leiden an einer schwachen räumlichen Sehschärfe und an einer geringen Empfindlichkeit gegenüber Kontrasten und Bewegungen. Diese Symptome sind in der Regel maßgeblich für die Amblyopie.
LARS BJERRE (*1975, Kopenhagen) liebt Wörter, die er auf eine subtile und poetische Art und Weise für seine Kunst verwenden kann. Für ihn wachsen diese Wörter zu einer lyrischen Aussage heran.
Die verwirrenden Titel seiner meist großformatigen Ölbilder bieten eine zusätzliche Möglichkeit der Betrachtung an: Das Gemälde "Amblyopia In The Townscape" zeigt die Sicht aus dem Inneren einer Metzgerei in eine phantasmagorische Stadt hinaus. Der Blick wird von geschlachteten Hähnen und Schweinen flankiert, draußen sprechen zwei mit Schweinemasken bekleidete Männer miteinander, und zwei kleine Mädchen schauen verstört und neugierig durch die Glasscheibe in Richtung des Betrachters. So kommt man zuletzt wieder bei sich selbst an.
Die latenten Alltagslügen, die der Mensch sich jeden Tag vorheuchelt, werden in Bjerres Arbeiten allegorisch demaskiert, indem er seinen einsamen Figuren Masken aufsetzt.
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Mehr Informationen über den Künstler erhalten Sie unter:
www.larsbjerre.com
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Ausstellungseröffnung dokumentiert durch den Berliner Kunstkontakter:
www.berlinerkunstkontakter.de